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Archive for August 2011

Über den Autor (von amazon.de):

Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Der erfolgreichste Autor Norwegens ist längst auch international ein Bestsellerautor, seine Romane um Kommissar Harry Hole werden in dreißig Sprachen übersetzt. Schneemann wurde – wie schon Nesbøs Debüt Der Fledermausmann – in der Kategorie „Bester Kriminalroman des Jahres“ mit dem „Buchhändler-Preis“ (Bokhandlerprisen) ausgezeichnet sowie mit dem „Buchclub-Leserpreis“ (Bokklubben Nye Bøkers leserpris) als „Bester Roman des Jahres“. Jo Nesbø lebt in Oslo.

Zum Inhalt:

Im beschaulichen, verschneiten Norwegen häufen sich die Vermisstenmeldungen und immer sind junge, verheiratete Mütter die Gesuchten. Schon bald merkt Harry Hole, dass dahinter ein Muster steckt und ein Serientäter sein Unwesen treibt. Gemeinsam mit seiner Kollegin Katrine Bratt macht er sich auf die Suche und stellt fest, dass hier ein Profi am Werk ist, denn er hinterlässt keine Spuren – lediglich einen Schneemann an jedem einzelnen Tatort.

Meine Meinung:

„Schneemann“ ist Nesbøs siebenter Fall rund um den Ermittler Harry Hole und obwohl es natürlich für den Leser mehr Freude bereitet, wenn er Hintergrundinformationen zu dem Privatleben der Protagonisten, Marotten oder Fehlschläge in anderen Fällen kennt, so ist es doch kein Problem mit diesem Krimi in das Geschehen einzusteigen.

Harry Hole ist kein heldenhafter und aufopfernder Polizist, wie uns das Klischee oft vermitteln möchte, sondern ein Mann, der zwar für seinen Beruf lebt und sich dennoch nicht dem Alkohol lossagen kann – eine fatale Mischung für jemanden in seiner Position. Er liebt seine Exfreundin Rakel noch immer, doch diese hat sich neu verliebt, was Harry noch weiter deprimiert. Umso besser für ihn, dass ihn der Schneemann-Fall geistig fordert. Jo Nesbø hat damit einen Protagonisten erschaffen, der einerseits an Genialität nicht zu überbieten ist und andererseits dem Leser durch seine Schwächen nicht das Gefühl gibt unterlegen zu sein.

Die Ermittlungen sind von Anfang an spannend aufgebaut, und auch wenn man dem Täter durch einige Andeutungen und Miträtseln langsam entlarvt, so schafft es der Autor, diese Ahnungen durch unerwartete Wendungen wieder zu zerstören – doch genau das macht die Kunst des Schriftstellers aus!

Bis zum Schluss rast der Puls und lässt die letzten Seiten nur so davonfliegen – gemeinerweise endet der Krimi dann noch mit einem kleinen Cliffhanger und lässt die Gedanken auch jetzt noch nicht los.

In den Schreibstil kann man sich gut einlesen und die Kapiteleinteilungen sind in ihrer Länge sehr gut gewählt, weil man zu jeder Gelegenheit „noch schnell ein Kapitel lesen kann“, wenn die Neugierde zu groß wird!

An Grausamkeiten mangelt es den Morden nicht, trotzdem werden diese nicht mit blutrünstigen Attributen dramatisiert und bestechen viel mehr durch die geistige Raffinesse der Motive und deren Umsetzung.

Ich bin froh, dass ich diesen Krimi im Sommer gelesen habe, weil ich sonst vermutlich vor jedem Schneemann die Flucht ergriffen hätte. 😉

Harry Hole und Jo Nesbø habe ich lieb gewonnen und behalte beide als tolles Krimiduo im Gedächtnis!

Taschenbuch: 496 Seiten

Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: ungekürzte Ausgabe (1.Oktober.2009)

ISBN Nummer: 978-3548281230

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Ich lese gerade..

Schneemann“ von Jo Nesbo.

Demnächst kommt schon ein neuer Harry Hole Krimi auf den Markt mit dem verheißungsvollen Titel „Die Larve“.

Ich freue mich schon! 🙂

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Über die Autorin (von amazon.de):

Sophie Jordan wuchs im Hügelland von Texas auf, das sie schon früh zu Geschichten über Drachen, Kämpfer und Prinzessinnen inspirierte. Neben Literatur für Jugendliche verfasst die ehemalige High School-Lehrerin auch historische Romane. Wenn sie nicht gerade schreibt, verbringt sie ihre Zeit gerne mit der Aufnahme von zuviel Koffein (am liebsten in Form von Latte macchiato und Cherry Cola) und bespricht Handlungsstränge mit jedem, der zuhört ihre Kinder eingeschlossen. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Houston.

Zum Inhalt:

Jacinda ist eine Draki, ein Drachenwesen, und noch dazu eine feuerspeiende, von der – vor ihrer Geburt – das ganze Rudel dachte, dass sie ausgestorben wären. Ihr Schicksal ist vorherbestimmt, denn sie soll mit Cassian, dem zukünftigen Herrscher, gemeinsam viele (natürlich feuerspuckende) Nachkommen zeugen. Um dem Rudel mit all ihren Regeln und Hoffnungen zu entfliehen, schleicht sie mit ihrer Freundin Azure zu einem See, um dort heimlich zu fliegen. Leider werden die beiden von Drakijägern überrascht und Jacinda flieht in eine Höhle. Verletzt und verzweifelt sieht sie einem Jäger in die Augen und sie spüren eine tiefe Zuneigung zueinander, die jedoch gefährlich für beide ist, doch ihr in diesem Fall das Leben rettet. Nachdem Jacinda wieder im Rudel angekommen ist, planen diese eine Strafe für sie und voller Panik plant ihre Mutter, gemeinsam mit Tamra, Jacindas Zwillingsschwester, die Flucht aus der Drakiwelt und doch können sie diesen Teil niemals zurücklassen.

Meine Meinung:

Obwohl ich das Buch innerhalb von wenigen Stunden durchgelesen habe und mich der Faszination, die die Drakis ausmachen, nicht entziehen konnte, hat „Firelight“ einige Schwächen. Allen voran ist der Schreibstil sehr einfach gehalten und die Autorin nutzt durchweg die selben Beschreibungen für bestimmte Handlungen oder Gefühle, wodurch ich nach einiger Zeit genervt war. Entweder liegt das an einer schwachen Übersetzungsarbeit oder es ist gewollt. Natürlich kann man dadurch wahnsinnig schnell lesen, aber deswegen liest man ja gewöhnlich nicht.

Jacinda selbst ist zum Teil auch zu wankelmütig charakterisiert, da sie eine Entscheidung trifft und sich schwört sie um jeden Preis einzuhalten, um danach schwach zu werden und gleich darauf einzusehen, dass sie doch besser stark bleiben sollte. Sie ist mit 16 Jahren natürlich in der Pubertät und gewissermaßen durch Launen bestimmt, aber die Art und Weise, wie die Autorin dieses innere Zerwürfnis immer und immer aufgreift, ist für mein Empfinden nicht glaubhaft!

Was an diesen Stellen zu viel und zu oft beschrieben wurde, fehlt dann in den Szenen der Verwandlung zum Draki. Es waren die wenigen Momente, in denen ich den erhofften Zauber spüren konnte und doch waren sie viel zu schnell vorbei..

Sophie Jordan bedient sich außerdem noch vielen eingefahrenen Klischees, wie sie in so vielen Romanen schon verarbeitet wurden und von vornherein ist eindeutig klar, wer gut und wer böse ist – da bleibt die Spannung natürlich nicht auf dem höchsten Niveau.

Ich werde, trotz der negativen Aspekte, auf den Nachfolger hinfiebern und denke, dass es durchaus eine Überlegung Wert wäre, den Titel im Original zu lesen, da auch ungeübte Leser wegen der Einfachheit keine größeren Schwierigkeiten haben sollten.

Ich hatte mich riesig auf den Veröffentlichungstermin gefreut und habe für ein Jugendfantasybuch knapp gesagt zu viel erwartet. Für frisch verliebte Teenager ist dieser Roman wahrscheinlich eine herrliche Lektüre, für ein etwas anspruchsvolleres Publikum hingegen nur ein netter Zeitvertreib.

Das Cover ist wunderschön und zieht die ganze Aufmerksamkeit auf sich; durch die kräftigen Rottöne und die angedeuteten Schuppen hat man das Gefühl, dass jeden Moment Jacinda zum Leben erwacht. Das etwas rauhe Material des Umschlags kann mit der robusten Drakihaut assoziiert werden.

Wenn man die Kritik mal nebensächlich sieht, bereue ich es dennoch nicht, „Firelight“ gelesen zu haben, nur wünsche ich mir für die Fortsetzung eine gereifte Protagonistin, die weiß, was sie möchte, und statt Herzschmerz pur mehr Action! Mit den Drakis hat die Autorin nämlich eine Spezies geschaffen, die neu und unverbraucht sind, da hat sie es nicht nötig, das gute Potenzial zu verschenken.

Gebundene Ausgabe: 376 Seiten

Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (1.August.2011)

ISBN Nummer: 978-3785570456

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Ich lese gerade..

Firelight – Brennender Kuss“ von Sophie Jordan für eine große Leserunde

und bin schon auf die Diskussion gespannt!

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Alte, verwunschene Häuser üben seit jeher eine ungemeine Anziehungskraft auf mich aus und deswegen lese ich sehr gerne Romane, in denen diese altehrwürdigen Gebäude zu ihrem alten Glanz wiederfinden, und so habe ich „Das Orchideenhaus“ gewissermaßen verschlungen.

Über die Autorin (von amazon.de):

Lucinda Riley hat viele Jahre ihrer Kindheit in Bangkok verbracht. Sie liebt es zu reisen und ist auch heute noch ganz besonders dem Fernen Osten verbunden. Nach einer erfolgreichen Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley nun ganz auf das Schreiben. Sie lebt in Norfolk im Osten Englands.

Zum Inhalt:

Julia ist eine berühmte Pianistin, lebt aber seit dem Tod ihres geliebten Sohnes und ihres Ehemanns abgeschieden von der Welt in einem kleinen dunklen Cottage, unweit von Wharton Park. Dieses weitläufige Anwesen wurde die letzten dreihundert Jahre von der Familie Crawford bewirtschaftet und auch Julia durfte an der Schönheit teilhaben, denn ihre Großmutter Elsie war seit Kindheit an auf Wharton Park angestellt.

Nach dem zweiten Weltkrieg hatte sich die Situation für die adlige Familie geändert und Wharton Park stand kurz vor dem Ruin, da Schulden und Renovierungsarbeiten eine immense Summe kosten würden. Auf einer Versteigerung zugunsten von Wharton Park trifft sie einen alten Bekannten wieder und die Vergangenheit öffnet ihr Geheimnis..

Meine Meinung:

Die Geschichte teilt sich in zwei Zeitebenen, wobei die eine in der Gegenwart rund um Julia und ihre Familie spielt und die andere um 1940, als Krieg und Armut auch vor England nicht halt machten, mit der jungen Elsie, die die Geschehnisse der Adligen beobachtet, erlebt und schließlich ein Teil von ihr wird.

Ich hatte keinerlei Probleme, in die Geschichte einzutauchen, und war betrübt durch Julias Schicksal, das so jeden von uns treffen könnte. Der Schreibstil überzeugt nicht durch ausgefeilte Dialoge oder stilistische Highlights, doch viel mehr durch die tiefen Gefühle, die die Autorin mit dieser „Einfachheit“ projizieren kann!

Am besten haben mir die Szenen im Gewächshaus gefallen, bei denen auch der direkte Bezug zu dem Titel hergestellt wird. Man kann als Leser den beschriebenen Duft nahezu selbst atmen!

Die Kapitel in Thailand rufen eine gewisse Wehmut hervor und schüren das Fernweh nach dem Land, in dem die Buddhisten im reinen mit sich und der Welt sind.

In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass die Personen als unglaubwürdig und die Handlung als vorausschaubar beschrieben wird, doch diese Kritik kann ich mit gutem Gewissen entkräften.

Die Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben und nach Schicksalsschlägen ändern sich nun mal manche Verhaltensmuster und die Einstellung zum Leben, weswegen die Entscheidungen, die getroffen wurden – in meinen Augen – durchaus glaubhaft waren!

Inhaltlich kann man sicherlich, da es sich um eine Liebesgeschichte handelt, einige Wendungen erahnen, doch dann überrascht die Autorin kurze Zeit später mit ganz neuen Ansätzen, die ich niemals für möglich gehalten hätte.

Das Cover ist nur der krönende Abschluss, da es schlicht gehalten und doch ausdrucksstark ist – genau wie der Roman selbst! Er verzichtet auf pompöse Szenen und besticht durch seine starken Gefühle, denen man sich als Leser nicht entziehen kann.

Als Fazit gibt uns Lucinda Riley die Weisheit mit auf den Weg, dass man nur für den Moment lebt und jeder schöne Augenblick mit der Familie oder dem/der Liebsten kostbar ist!

Ich könnte noch ewig weiter schwärmen, doch ich denke, dass meine durchweg positive Meinung schon deutlich wurde und rate eindringlich zum Kauf dieser Lektüre, damit man um ein Lieblingsbuch reicher wird! 🙂

Ich habe mir das Buch übrigens selbst gekauft und wurde nicht für meine Meinung bezahlt, falls einige sich das jetzt fragen. 😉

Taschenbuch: 544 Seiten

Verlag: Goldmann Verlag (3.Mai.2011)

ISBN Nummer: 978-3442475544

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Ich lese gerade..

Das Orchideenhaus“ von Lucinda Riley.

Das trifft sich gut, weil meine Orchideen auch langsam anfangen zu blühen. 😀

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Da ich die Rezension von „Grau“ nicht vor September veröffentlichen darf, kommt hier erst einmal eine andere. 🙂

„Sturm im Elfenland“, so heißt das neueste Werk der Autorin Susanne Gerdom alias Frances G. Hill, und noch bevor man dazu kommt den Klappentext zu lesen, bleiben die Augen an dem wunderschön gestalteten Cover hängen.

Die Farben zusammen mit den verspielten Schnörkeln lassen sofort die Fantasie spielen und man hat schon das Gefühl im Elfenreich zu sein. Die Glitzerelemente dürften das Herz von jedem Fantasy-Liebhaber höher schlagen lassen.

Zum Inhalt:

Die Geschichte selbst besteht aus zwei Handlungssträngen.

Der eine befasst sich mit dem Zauberer des Königs, Munir, der von seinen Streifzügen mit seinem Herrn berichtet, bei welchen die beiden erbittert versuchen, die gefürchteten Dämonentore zu schließen. Denn jede Art der Magie ist vom König verboten worden und somit sind diese Dämonentore ein Dorn im Auge des Herrschers, zumal auch gefährliche Gestalten in das Reich der Elfen übersiedeln können.

In dem anderen Handlungsstrang geht um Alana und ihre Familie. Die junge Elfe lebt glücklich und zufrieden mit ihrem Bruder und ihrer Freundin Garnet bei ihren Eltern und ihr Tageshighlight sind die Unterrichtsstunden mit Erramun. Eines Tages bringt ein Unbekannter ihren Cousin Ivaylo nach Hause und soll dort ab sofort mit ihnen leben, doch Alana mag ihn nicht und diese Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist entsprechend der empfohlenen Altersangabe von 12-15 Jahren nicht gerade anspruchsvoll, aber lässt sich auf für jemanden außerhalb der Altersgruppe gut und flüssig lesen. Die Autorin entführt uns mit der ersten Seite in die unbekannte Welt der Elfen und – trotz des Zauberverbots – ist die Magie allgegenwärtig.

Die Beschreibungen der verschiedenen Fantasyelemente sind mir sowieso positiv im Gedächtnis geblieben, da sie zwar nicht real sind und dennoch zu keinem Zeitpunkt unlogisch oder überdreht wirken.

Die Protagonistin Alana durchlebte für mich die stärkste Veränderung, da sie am Anfang noch sehr kindlich und eifersüchtig ist und diese eher negativen Eigenschaften dann im Laufe der Geschichte ablegt und zu einer reiferen und liebenswürdigen Elfe heranwächst.

Generell kann man aber sagen, dass das ganze Land vor einer Veränderung steht, weil die Feindschaft der Elfen mit den Zwergen noch nicht begraben und vergessen zu sein scheint. Doch können Elfen- und Zwergenkönig aufeinander zugehen und die Vergangenheit zurücklassen?

Die Entwicklung der Geschichte macht eine große Wende und so ist auch für viele Spannungsmomente und Überraschungen gesorgt. Das Ende ist besonders schön und lässt nach allen Schicksalsschlägen und dunklen Ahnungen doch noch ein Schmunzeln auf den Lippen zurück. 🙂

Für Fantasy und Elfenfans ist „Sturm im Elfenland“ eine traumhafte Reise in die Fantasiewelt und nach der letzten Seite bleibt uns nur noch auf eine Fortsetzung zu hoffen.

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

Verlag: arsEdition (16.Februar.2011)

ISBN Nummer: 978-3760763736

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Ich lese gerade..

Grau“ von Jasper Fforde.

Den Eddie-Russett-Roman hat mir der Eichborn Verlag als Vorabexemplar zugesendet! Vielen Dank. 🙂

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Über den Autor (von amazon.de):

Reinhard Habeck, geboren 1962 in Wien, ist freier Schriftsteller und Illustrator. Der Autor veröffentlichte mehrere Bücher über grenzwissenschaftliche Phänomene. Seine Werke erschienen u. a. in Korea, Japan, Italien, Ungarn, Tschechien und Polen. Habeck ist Mitinitiator der Wanderausstellung „Unsolved Mysterie“, die seit 2001 über 400 mysteriöse archäologische Sammlerstücke präsentiert.

Zum Inhalt:

Die Einleitung des Buches wurde von dem deutschen Schriftsteller Peter Fiebag verfasst und stimmt den Leser mit seinen eher allgemein gehaltenen Worten rund um das Thema Symbole und Sprache gut auf den wesentlichen Inhalt ein.

„Texte, die es nicht geben dürfte“ ist in verschiedene Oberkapitel und diese wiederum in Unterkapitel eingeteilt, so dass man nie den Bezug zu dem jeweiligen Ort des Geschehens oder Fragestellung vergisst und auch im Nachhinein noch einmal einzelne Kapitel zum besseren Verständnis oder reinem Interesse vertiefen kann.

Reinhard Habeck erläutert vergessene beziehungsweise noch nicht entschlüsselte Sprachen mit ihrer Bedeutung für die Gesellschaft und die Geschichte und formuliert seine Thesen, die er auch mit anderen Kollegen genau untersucht hat, für jeden verständlich. Der Autor verfügt über einen großartigen Zynismus, mit dem er auch vor hochrangigen Mitgliedern der Kulturebene und deren Entscheidungen bezüglich gewisser Forschungen nicht zurückhält. So verschafft dieses Sachbuch keinen langweiliger Überblick über verstaubtes Wissen, sondern wird durch den frischen Schreibstil zu einer wahren Erlebnislektüre, die auch dazu aufruft, seine eigene Umgebung genauer zu betrachten. Denn nicht nur die größten Mysterien der Vergangenheit, wie z.B. die Moais der Osterinsel und die Cheops-Pyramide von Gizeh werden von Reinhard Habeck kritisch betrachtet, sondern auch in Deutschland gibt es noch viele Tafeln mit antiken Zeichen, die manchem Wissenschaftler eine schlaflose Nacht bereitet haben.

Meine Meinung:

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil der Titel alleine schon die Neugierde weckt, doch auch das Cover ist in diesem Zusammenhang sehr gut gewählt, weil es den Eindruck vermittelt, als würde der Steinblock mit seinen geheimen Zeichen schelmisch lächeln und uns so die Hoffnung nimmt, dass sein Geheimnis jemals entschlüsseln werden könnte.

Wie schon erwähnt, ist Reinhard Habeck keineswegs daran interessiert den Leser mit Aufzählungen von Tatsachen oder Thesen zu langweilen, sondern er nimmt uns viel mehr mit auf seine Reise zu den Werken unsere Vorvorvorfahren aus Urzeiten, was durch viele Fragestellungen und direkte Ansprache der Leser verstärkt wird.

Mich persönlich haben am meisten die Kapitel über das alte Ägypten rund um die Hieroglyphen fasziniert, doch auch seine Erkenntnisse zu den Runen der Vinca oder Innsbruck bekanntem Goldenen Dachl ziehen in den Bann, denn die Vorstellung, dass das Wissen darüber vielleicht nie wieder entschlüsselt werden kann, macht traurig. Doch eigentlich sollte man über jedes erhaltende Schriftstück, sei es auch noch so verschlüsselt, dankbar sein, denn wer weiß, was von uns und unserem technischen Zeitalter in 3000 Jahren noch übrig bleibt.

Ich hatte wundervolle Lesestunden mit den Botschaften aus aller Welt und bin froh, dass mein Weltbild und die Geschichte, die uns in der Schule als fast unverrückbar dargestellt wurde, eine neue Denkweise erfahren haben, denn so logisch und lückenlos, wie uns die Wissenschaftler die Fakten präsentieren, sind diese gewiss nicht oder wer kann schon mit eindeutiger Gewissheit sagen, dass Kolumbus der erste Europäer in Amerika war? Wir waren nicht dabei, nur die geheimen Schriften sind stumme Zeugen der Vergangenheit und irgendwann, da bin ich mir ganz sicher, wird durch Zufall eine Entschlüsselung erarbeitet, die uns wenigstens zum Teil ein Licht ins Dunkel bringen wird, doch manches sollte damals und auch heute nicht in fremde Hände geraten und zeugt somit einfach von der Genialität der Erfinder!

Ein Buch, das zum Diskutieren anregt und uneingeschränkt empfehlenswert ist!!

Von Reinhard Habeck sind noch:

  • Kräfte, die es nicht geben dürfte : Irreale Phänomene aus aller Welt (20.Mai.2010)
  • Bilder, die es nicht geben dürfte : Mysteriöse Fotos und Gemälde aus aller Welt (24.März.2009)
  • Dinge, die es nicht geben dürfte : Mysteriöse Museumsstücke aus aller Welt (31.März.2008)

im Ueberreuter Verlag erschienen und diese Bücher stehen ganz klar auf meiner Wunschliste!

Ein großes Dankeschön geht an den Ueberreuter Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Gebundene Ausgabe: 223 Seiten

Verlag: Ueberreuter (Juli 2011)

ISBN Nummer: 978-3800074983

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