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Archive for April 2011

Ich lese gerade..

Für eine Leserunde darf ich in die Welt von Sorcha und ihren Brüdern eintauchen, dafür möchte ich mich bei dem Knaur Verlag und LovelyBooks ganz herzlich bedanken!

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Über die Autorin (Information aus dem Klappentext):

Rebecca Abe wurde 1967 in Starnberg geboren. Nach einer Ausbildung zur Grafik-Designerin arbeitet sie seit 1989 als Schriftstellerin und Buchillustratorin und lebt mit ihrer Familie am Starnberger See. Mit dem historischen Roman „Im Labyrinth der Fugger“ gibt sie ihr Debüt im Gmeiner-Verlag.

Zum Inhalt:

Die Fugger sind eine der wichtigsten Deutschen Familien und haben mit ihren Werken noch heute eine große Bedeutung in der Gesellschaft, z.B. mit Sozialsiedlungen mit minimalen Preisen.

Das Buch wurde in vier Teile oder besser „Bücher“ eingeteilt, die nach wichtigen Entscheidungen oder Ereignissen einen neuen Abschnitt einläuten. Zudem wechseln die Perspektiven regelmäßig, sodass wir zum Beispiel die Welt aus den Augen des geschändeten Kellenbenz, der mutigen Anna oder des ehrgeizigen Pater Canisius sehen.

Das Buch umreißt die Lebensgeschichte der Georgschen Fugger in all ihren Höhen und Tiefen. Es war die Zeit, in der Lutheraner und Katholiken um die Monopolstellung in ihrem Glauben buhlten und die Geistlichen als höchstes Ziel hatten, ihren Glauben zu verbreiten und dabei noch möglichst viel Geld für ihre jeweiligen Projekte zu sammeln, dabei waren die reichen Fugger natürlich ein beliebtes Ziel.
Aber auch innerhalb der Familie gab es genug Buhlereien um Erbe und Machtpositionen, und so fasst ein Oheim einen ganz und gar nicht christlichen Entschluss und beschließt, mit aller Kraft und göttlichem Beistand, Anna und ihre Geschwister aus dem Weg zu räumen.

Meine Meinung:

Ich habe mich mit voller Elan auf das Buch gestürzt und mich dann leider mit den ersten 150 Seiten schwergetan, weil ich kurz den Überblick bei den ganzen Namen verloren hatte und ich mich dann nur schwer aufraffen konnte, weiterzulesen.
Je älter Anna und ihre Geschwister aber wurden, desto besser habe ich mich in der Fuggerwelt und den Verwandtschaftsverhältnissen zurecht gefunden.

Das Buch vermittelt den Eindruck, dass eine Menge historischer Arbeit dahintersteckt, und lässt glauben, dass es sich damals wirklich so zugetragen hat.
Die Foltermethoden werden nicht zu ausführlich beschrieben und geben uns so einen guten Einblick in das raue Leben des Mittelalters, ohne dabei zu sehr im Mittelpunkt zu stehen.
Es war erschreckend zu sehen, wie abergläubisch und abhängig von ihrem Glauben die Menschen damals waren – so wäre es heute undenkbar, dass auf Grund eines Mannes im Ziegenbockkostüm den ganzen Tag den Rosenkranz anzubeten, den ganze Besitz zu verschenken und die Kinder ins Kloster abzuschieben.

Die Leser erfahren sehr viel über Annas Ängste und Träume und so fiebert man in den misslichen Lagen mit ihr Mit und spürt die unbändige Wut und Trauer beim Tod ihrer lieben Begleiter, wobei ich mir bei einigen ein schöneres Ende gewünscht hätte (besonders die kleine Donna) – aber so war es damals leider.

Der Schreibstil lässt sich insgesamt flüssig lesen und wurde nur manchmal durch eingeschobene Träume, unbekannte Begriffe oder die vielen aufeinanderfolgenden Namen unterbrochen. Die teilweise unbekannten Begriffe kann man leicht im Glossar (hinten im Buch) nachschlagen.

Das Ende kam dann leider etwas zu kurz und ich hätte mir gerne noch ein ausführlicheres Kapitel über Luzia gewünscht, aber insgesamt bin ich zufrieden und bin froh, nun etwas schlauer in Bezug auf die Familie und das mittelalterliche Augsburg zu sein.
Empfehlen kann ich das Buch jedem historisch interessierten, weil es eine gute Mischung aus Verrat und Intrigen sowie Liebe und Familienharmonie gibt.

Das Cover finde ich sehr gelungen und passend, mit Engeln im Hintergrund, gedämpften Farben und in der Mitte die strahlende Anna. Besonders toll finde ich, dass mit Annas Arbeit als Schreiberin im Kloster die Anfangsbuchstaben der Kapitel schön verziert sind.

Broschiert: 469 Seiten

Verlag: Gmeiner; Auflage: 2., Aufl. (7.März.2011)

ISBN Nummer: 978-3839211441

Abschließend möchte ich mich noch einmal herzlich bei Lies&Lausch und dem Gmeiner-Verlag bedanken und natürlich auch bei der Autorin für die niedliche Zeichnung von Donna! 🙂

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Zu den Autorinnen (aus dem Klappentext):

Frau Auerbach lebt und arbeitet als freie Autorin im Rheingau. Sie schreibt Krimis, Kurzgeschichten, fiktionale und dokumentarische Drehbücher. Sie liebt einsame Inseln aller Längen- und Breitengrade, auf denen und über die sie schreibt. Ihre lebenslange Passion gilt Shakespeare und einem guten Glas Single Malt Whisky.

Frau Keller ist seit 2005 freie Schriftstellerin, nachdem sie u.a. als Köchin gearbeitet, Veranstaltungen organisiert, internationale Pressearbeit gemacht und Schauspieler betreut hat – natürlich nacheinander. Nach vielen Jahren im Ruhrgebiet ist sie zu ihren familiären Wurzeln zurückgekehrt und lebt jetzt an der Nordseeküste.

Zum Inhalt:

Pippa Bolle arbeitet als Übersetzerin und wohnt, nach der Trennung von ihrem heißblütigen Italiener Leo, wieder bei ihrer Familie in der Transvaalstraße.
Ruhe für ihre Arbeit ist dort ein Luxus, der ihr leider nur zu selten erfüllt wird, und da kommt der Vorschlag ihrer Freundin Karin, den Sommer über auf Schreberwerder zu leben und zu arbeiten, nur zu passend.
Das Schrebergärtnerparadies kann nur mit einer kleinen Fähre erreicht werden und verspricht mit seinen reizenden Bewohnern, die Pippa sofort als ihr Familienmitglied aufnehmen, die gewünschte Erholung. Bis die alt ehrwürdige Dora stirbt und jeder Verdacht des Mordes auf den schmierigen Lutz fällt, der aus Schreberwerder ein Hotel-Resort erschaffen und dafür die Hobbygärtner vertreiben will und für Pippa eine ganz neue Aufgabe wartet..

Meine Meinung:

Der Krimi spielt mit Tegelort, Heiligensee, etc. genau in meiner Umgebung, was für mich ein tolles Highlight war.
Der Schreibstil war frisch und angenehm zu lesen und auch die zahlreichen Einschübe im Berliner Dialekt waren herzerfrischend.
Positiv finde ich auch, dass der neue Trend des Geocaching aufgegriffen wurde.
Das Autorenduo schaffte es die Eigenarten der Laubenpieper gut darzustellen und zeigt gleichzeitig auch die Vor- und Nachteile für das Miteinander auf einer solch engen Wohnfläche.
Der/Die Täter werden nicht zu früh aufgedeckt und so kann man als Leser selbst miträseln, obwohl die Aufdeckung nicht komplett überrascht.
Die meisten Kleingärtner habe ich sofort in mein Herz geschlossen und so war es dann auch nicht mehr schwer sich die Namen und jeweiligen Parzellennachbarn zu merken.
Das kleine Namensspiel um die Autorinnen auf Seite 279 fand ich toll und da musste ich auch schmunzeln! 🙂
Beim Lesen musste ich allerdings immer wieder feststellen, dass ich mir Pippa im Kopf anders vorgestellt habe. Das Bild von einer rundlichen Frau mit rot gelockten Haaren und grellen,unkonventionellen Kleidern passt meiner Meinung nach nicht zu einem braun gebrannten Gigolo aus Italien, aber davon abgesehen, kann ich diesen Krimi mit gutem Gewissen empfehlen, weil er spannend und lustig zugleich ist.
Beim Lesen hatte ich den starken Wunsch selbst im Garten zu arbeiten und danach in die kühle Havel zu springen und damit stelle ich das Buch zufrieden in mein Regal und warte geduldig auf den zweiten Fall für Pippa und hoffe, dass sie ihr Glück irgendwann im hektischen Berlin findet.

Taschenbuch: 352 Seiten

Verlag: List Taschenbuch (15.April.2011)

ISBN Nummer: 978-3548610375

Vielen Dank an den List Verlag und vorablesen. de für diesen tollen Schrebergarten-Krimi, den man wohl am besten mit den Worten schließt „Der Mörder ist immer der Gärtner“. 🙂

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Über die Autorin (Information aus dem Klappentext):

Holly Black lebt mit ihrer Familie und vielen Tieren in New Jersey. Seit sie 2002 den Roman „Elfentochter“ veröffentlichte, der von der American Library Association als ‚Best Book for Young Adults‘ ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin. Zusammen mit dem Illustrator Tony DiTerlizzi schreibt und gestaltet sie die fantastische Kinderbuchreihe ‚Die Spiderwick Geheimnisse‘, und schlägt die internationale Presse und ein riesiges Publikum mit ihren Romanen aus der Zauberwelt in ihren Bann.

Zum Inhalt:

In Cassels Familie ist jede Art von Fluchwerkern vertreten und er ist der einzige, der von dieser Gabe oder Bürde verschont wurde.
Nachdem Cassel nachts auf dem Dach der Wallingford Schule aufwacht, glaubt niemand, dass er einfach nur schlafgewandelt ist und schon gibt es Gerüchte darüber, ob Cassel vielleicht verflucht wurde. Er wird vorerst in die Obhut seines Bruder Philipp gegeben, bis ein Arzt bescheinigen kann, dass dieser Vorfall sich nicht wiederholen wird.
Cassels Albtraum wird wahr und er muss bei seiner Fluchwerkerfamilie leben, obwohl er sich im Internat so sehr Normalität gewünscht hat und vergeblich versucht, den Tod von seiner Freundin Lila zu verarbeiten – denn er war ihr Mörder, doch er kann sich nur noch an Bruchstücke erinnern und rätselt über den Grund zu dieser furchtbaren Tat.
Cassel sucht sofort einen Arzt auf, um wieder zurück nach Wallingford zu können und das Schicksal nimmt seinen Lauf, als er Maura, Philipps Frau, um Hilfe bittet und die Ungereimtheiten sich häufen und er Nachforschungen anstellt.

Meine Meinung:

Obwohl ich um Fantasy Romane normalerweise einen Bogen mache, war ich vom Thema der Fluchmagie und dem Protagonisten positiv überrascht und hoffe, mit meiner Rezension noch weitere unentschlossene zu überzeugen.

Es war interessant zu erfahren, wie viele unterschiedliche Arten von Fluchwerkern es gibt, also z.B. Glückswerker, Todeswerker, Verwandlungswerker, Traumwerker.. und wie die Personen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einsetzen, dadurch wurde „Weißer Fluch“ vielschichtiger, als ich vermutet hatte.
Zum Schutz vor „zufälligen“ Berührungen – die den Fluch auslösen – muss jeder Handschuhe tragen, weil durch die Berührung der Finger an der Haut des Opfers der Fluch übertragen wird.
Aber Fluchwerker können ihre Gabe nicht ohne Nebenwirkungen ausführen, da sie z.B. für jede Erinnerung, die sie bei einer Person löschen oder blockieren ebenfalls Erinnerungen verlieren und bei Todeswerkern sind die Folgen noch gravierender.
Holly Black verfügt über eine schier unbändige Phantasie und verpackt es aber so geschickt, dass ihre Geschichte sofort zur Realität beim Lesen wird. Ihr Schreibstil ist flüssig zu lesen und ist gut abgestimmt auf einen Jugendroman ohne dabei übertrieben zu wirken.

„Weißer Fluch“ ist ein Jugendbuch, was auch durchaus ältere Leser begeistern kann, da die Spannung gut aufgebaut wird und durch die Intrigen immer wieder neue Schwierigkeiten auftauchen.
Nicht nur die Spannung, sondern auch die Themen Freundschaft und das Familienband haben eine große Bedeutung bei Holly Black und bilden einen guten Gegensatz zu den Intrigen der Fluchwerkerfamilien.

„Weißer Fluch“ lässt soweit keine Fragen offen und könnte so als abgeschlossenes Werk angesehen werden, aber ich bin mir sicher, dass Holly Black noch viele schöne Abenteuer für Cassel parat hat und ich mich jetzt schon auf den zweiten Teil der Trilogie freue.

Das Cover ist in Natura noch viel kräftiger, schöner und mysteriöser und verpackt diesen tollen Thriller gebührend. Die Farbwahl von schwarz, rot und weiß kann mit der Dunkelheit der Magie, dem vergossenen Blut und weiß als Reinheit bzw. für die ebenso guten Taten der Fluchwerker assoziiert werden.
Das Bild mit der Motte ist glänzend gedruckt und darüber bzw. darunter stehen nur die Autorin und der Titel, so dass das Buch im Laden gut auffallen würde.

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Verlag: cbt (21.Februar.2011)

ISBN Nummer: 978-3570161074

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Lies&Lausch und dem cbt Verlag bedanken, dass ich dieses Buch lesen durfte und kann es mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen.

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Über den Autor (Information aus dem Klappentext):

Todd Strasser (*1950 in New York City), in Deutschland auch unter dem Pseudonym Morton Rhue bekannt, arbeitete viele Jahre journalistisch, bevor er sich anschließend seiner schriftstellerischen Tätigkeit widmete. Seine preisgekrönten Romane (Die Welle, Ich knall euch ab!, Boot Camp u.v.a) schockieren und berühren gleichermaßen durch ihren ungeschminkten Blick auf die amerikanische Gesellschaft und ihre direkte Sprache. Blood on my hands ist nach Wish U were dead Strassers zweiter Thriller.

Zum Inhalt:

Katherine liegt blutüberströmt am Boden – geistesgegenwärtig greift Callie nach etwas, das auf dem Boden liegt… ein Messer, die Tatwaffe! Und schon sind sie da – die Zeugen.
„Du warst es“ rufen sie und machen sofort ein paar Beweisfotos. Doch du warst es nicht! Unter Schock beschließt Callie weg zu rennen. Bloß weg von diesem schrecklichen Ort an dem ein Mord geschehen ist und an dem dich alle für schuldig halten.
Callie versucht den/die Mörder/in auf eigene Faust zu suchen und hat schon so eine Ahnung wer das sein könnte: Dakota, die schon so oft mit Katherine Streit hatte, doch weswegen wusste niemand. Callie will es herausfinden und bittet ihren Ex-Freund Slade um Hilfe. Die Jagd nach dem/der Mörder/in beginnt und schon bald gerät Callie in ein Geflecht von Geheimnissen, immer mit der Angst im Nacken von der Polizei gefasst zu werden.

Meine Meinung:

Todd Strasser hat meiner Meinung nach einen wirklich gelungenen Jugendthriller geschrieben.
Die Geschichte ist gut aufgebaut mit wechselnden Perspektiven und Zeitsprüngen in die Vergangenheit. Die Spannung wird kontinuierlich aufrecht erhalten und auch der Schreibstil ist modern und frisch.
Der Thriller zeigt auch einige gesellschaftskritische Aspekte, z.B was alles geschehen kann, wenn man sich dem Gruppenzwang beugt und seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu Gunsten von vermeintlichen Freunden zurückstellt.
„Blood on my hands“ zeigt, dass man nicht aufgeben darf und die Wahrheit irgendwann doch ans Licht kommt.
Ich bin überzeugt und kann das Buch nur weiter empfehlen. 🙂

Taschenbuch: 256 Seiten

Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (Januar.2011)

ISBN Nummer: 978-3551359070

Mein Dank gilt dem Carlsen Verlag und Buchbotschafter.de für dieses Rezensionsexemplar.

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Über den Autor (von amazon.de):

Ulrich Wickert, geboren 1942 in Tokio, studierte in Deutschland Jura und in den USA Politische Wissenschaften. Von 1977 bis 1991 war er ARD-Korrespondent in Washington, New York und Paris, von 1991 bis 2006 moderierte er die »Tagesthemen«. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter »Vom Glück, Franzose zu sein«, »Zeit zu handeln«, »Die Zeichen unserer Zeit«, »Alles über Paris«, »Gauner muß man Gauner nennen« und der beiden Krimis »Der Richter aus Paris« und »Die Wüstenkönigin«. 2005 wurde Wickert in Frankreich zum »Offizier der Ehrenlegion« und 2006 zum Sekretär der Académie de Berlin ernannt. Er lebt in Hamburg und Südfrankreich, wo er neben seinen Kriminalromanen auch politische Sachbücher schreibt.

Zum Inhalt:

Untersuchungsrichter Jacques Ricou lässt den Abend gerade gemütlich mit seinen Kollegen in einem Bistro ausklingen, als er zu einem Mordfall gerufen wird, in dem auch seine gute Freundin Margaux involviert ist. Marc Leroc war das Opfer, weil er kurz zuvor der Presse mitgeteilt hatte, dass er im Falle Leuna-France Oile als Mittelsmann zum Thema Geldwäsche eine Menge unangenehmer Dinge über den Deutschen Bundeskanzler und viele andere auspacken könnte. Als Zeuge in diesem Fall sollte Holm Mormann auftreten (wie sich erst später herausstellt); hinter ihm ist auch die Leipziger Staatsanwaltschaft hinterher. Es beginnt die Suche nach der Wahrheit – natürlich nicht ohne Hindernisse.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist gut zu lesen, trotzdem wurde ich durch teilweise vielen auftretenden französichen Namen und Orte verwirrt.
Krimistimmung kam bei mir durchweg eher selten auf und auch mit dem Spannungsaufbau war ich nicht so recht zufrieden.
Besonders der Showdown im Krankenhaus mit der tollen Kapitelüberschrift „Die Wunderpille“ fand ich sehr unglaubwürdig und passte für mich eher in einen Science Fiction Roman, als in einen Wirtschaftskrimi. Hätte ich nach diesem Kapitel nicht nur noch wenige Seiten bis zum Ende vor mir gehabt, hätte ich den Roman vermutlich wütend „ad acta“ gelegt.

„Der nützliche Freund“ hat meinen Geschmack leider nicht getroffen und ich würde ihn auch nur wirtschaftlich hoch interessierten empfehlen.
Das einzig Positive, was ich über „Der nützliche Freund“ sagen kann, ist, dass der Roman gut recherchiert zu sein scheint und viele Anekdoten aus den Straßen von Paris und ihren berühmten Personen zu erzählen hat, auch die Atmosphäre in den Cafés oder der Blick über das nächtliche Frankreich war im Gegensatz zur der ansonsten (für mich) eher langweiligen und zähen Story eine schöne Abwechslung. Insgesamt war es aber leider ein Fehlkauf.

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: Piper; Auflage: 5 (August 2008)

ISBN Nummer: 978-3492050203

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Steven Lukas – ein Antiquar aus Leidenschaft – findet, nach einem Besuch von einem alten Professor, in einem seiner Regale ein Schmuckkästchen mit einem Bild von Ludwig ǀǀ., einer Haarlocke und einem Buch voller unleserlicher Zeichen. Kurz darauf wird er von merkwürdigen Menschen verfolgt und eine Reihe von Ereignissen bringt sein vorher geregeltes Leben ganz schön aus der Bahn. Sara Lengfeld steht ihm in dieser Zeit zur Seite und gemeinsam Versuchen sie das Geheimnis um den Märchenkönig zu lüften.

„Die Ludwig-Verschwörung“ besteht aus zwei Handlungssträngen, zum einen der Geschichte in der Gegenwart um Sara, Steven und ihre Verfolger und zum anderen in der Zeit Ludwigs, wo sein treuer Freund Theodor Marot das Tagebuch mit der Wahrheit um Ludwigs Tod verschlüsselt aufgeschrieben hat.
Oliver Pötzsch gelingt es immer genau dann die Perspektive zu wechseln, wenn es gerade besonders spannend wird und es dem Leser so fast unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Personen sind mit ihren Gedanken und Charakteren gut dargestellt und ermöglichen dem Leser so, mitzufiebern und Sympathie oder Abneigung zu empfinden. Ein flüssiger Schreibstil, ohne viele Nebensächlichkeiten ermöglicht einen guten Lesefluss, so dass ich manchmal gar nicht glauben konnte, wie viel ich schon gelesen hatte.
Die ganze Geschichte und speziell das Ende ist unerwartet und ist für Fans von Dan Brown (meiner Meinung nach) genau das Richtige!
Oliver Pötzsch nimmt den Leser mit auf eine märchenhafte Reise durch die Schlösser von Ludwig ǀǀ. – Linderhof, Herrenchiemsee und Neuschwanstein – und lässt die 125 Jahre alte Geschichte neu aufblühen, so dass man sich selbst in den Räumen dieser traumhaften Kunstwerke fühlt.
Besonders gut fand ich am Schluss auch noch das Glossar, weil es abschließend noch einmal einen guten Überblick über die Personen, Schauplätze und Verschwörungstheorien schafft.
Wenn Geschichte nur immer so spannend wie in Oliver Pötzschs Romanen wäre! Langeweile kam beim Lesen bei mir nie auf, und wer hier einen schnöden historischen Roman erwartet, wird enttäuscht, es ist viel mehr – ein spannender Krimi zwischen Wahrheit und Fantasie. 🙂

Taschenbuch: 576 Seiten

Verlag: Ullstein Taschenbuch (1.März.2011)

ISBN Nummer: 978-3548282909

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag und vorablesen.de für diese märchenhafte Reise in die Vergangenheit!

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Bücher, die auf den Bestseller-Listen ganz oben angesiedelt sind und aufs Höchste gelobt wurden, erzielen meistens bei mir den gegenteiligen Effekt. Ich bin froh, dass ich mich bei „Erbarmen“ dann doch dazu entschlossen habe, dem Hype nachzugeben, und das Buch zu kaufen. Ich wurde nicht enttäuscht!

Christian Mørk wird Leiter eines neuen Sonderdezernats Q, dessen Aufgabe es ist, unaufgeklärte Fälle neu zu beleuchten. Ihm zur Seite steht der lustige und zum Teil geheimnisvolle Assad. Der erste Fall der beiden ist der der vor 5 Jahren entführten Merete Lynggard, der in einem schrecklichen Zeitlauf um Leben und Tod endet.

Der Autor versteht es, den Leser an die Zeilen zu fesseln und eine derartige Bildlichkeit aufzubauen, dass man sich mit Merete fast zusammen vor Schmerzen krümmt. Die Gegensätzlichkeit – mit den verschiedene Kulturen – von Assad und Mørk sind dagegen eine lustige Abwechslung in diesem teilweise brutalen Thriller. Adler-Olsens Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, und eine wirklich gut durchdachte Story rundet das ganze perfekt ab. Die Spannung kommt natürlich auch nicht zu kurz, da die vielen Richtungen, die eingeschlagen werden müssen um auf eine neue Spur zu stoßen, ein Auf und Ab mit sich bringen – speziell die Szenen mit Meretes kleinem, behinderten Bruder Uffe waren für mich überraschend.
Ein Buch, das den Puls höher schlagen und mich sehnsüchtig auf weitere Teile warten lässt!

Broschiert: 420 Seiten

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1.Oktober.2009)

ISBN Nummer: 978-3423247511

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Über die Autorin (Information aus dem Klappentext):

Amy Cameron wurde in Aberdeen geboren, wuchs in London und Berlin auf, lebt heute in New York. Sie arbeitete bis vor Kurzem in einem Auktionshaus. Doch dann kam ihr bei den Recherchen über ihre eigenen schottischen Wurzeln die Idee zu dieser Familiensaga. „Der Ruf der Highlands“ ist ihr erster Roman.

Zum Inhalt:

Die Lehrerin Lili Campbell – die Tochter einer Köchin – führt ein einfaches, aber glückliches Leben in Edinburgh. Als sie auf einem Schulfest dem Vater ihrer Lieblingsschülerin Isobel begegnet, ist es um sie geschehen. Auch er scheint sofort hin und weg von der Frau aus dem einfachen Stand zu sein, denn er macht Lili einen Heiratsantrag, obwohl er selbst ein Baronet aus den Highlands ist. Doch nachdem Lili den Antrag annimmt, beginnen die Probleme, angefangen bei der plötzlichen Ablehnung der kleinen Isobel und der Abweisung, die Lili von der Familie Munroy erfährt.
Gemütliche Abende im Kreise der Familie werden regelmäßig durch Hasstiraden auf die verhassten Makenzies unterbrochen und selbst die alte Großmutter Mhairie wird nicht davon ausgeschlossen.
Nur langsam kommt Lili dem Geheimnis der Fehde zwischen den Munroys und den Makenzies auf die Spur und ein Happy End für sie und Niall rückt in weite Ferne.

Meine Meinung:

Schon von der ersten Seite an war ich von Amy Camerons bildlicher Sprache (und dem Cover des Buches) in den Bann gezogen und habe mich selbst in den Straßen von Edinburgh oder in den Wäldern der Highlands gefühlt.
Die Charaktere werden ebenfalls lebendig beschrieben, was es dem Leser leicht macht, Mitgefühl oder Ablehnung für die jeweiligen Personen zu empfinden.
Besonders den Einschub in Mhairies Vergangenheit fand ich gelungen, weil er das innere Zerwürfnis gut darstellt und den Ursprung der Fehde deutlich macht.
Beim Lesen wurde mir nie langweilig, denn es gab immer wieder Passagen, die das Geschehen in eine andere Richtung verlaufen ließen, als ich es mir vorher eigentlich gedacht hatte.
Es war nicht einfach nur eine schnöde Liebesgeschichte, sondern viel mehr ein wunderbar durchdachter Roman voller Geheimnisse und Amy Cameron schickt die Leser mit Lili zusammen auf die Reise nach der Wahrheit.
Ich habe wirklich nichts Schlechtes über diesen Roman zu sagen und kann jedem, der auf der Suche nach einem Buch zum Träumen ist, diese Lektüre empfehlen!
Es ist eine gut gelungene Mischung aus Intrigen, Hass und Verrat, gepaart mit ganz viel Liebe. 🙂
„Der Ruf der Highlands“ zeigt dem Leser, dass es nichts bringt, den Geistern der Vergangenheit nachzujagen, und dass Wut nur noch mehr Verderben mit sich bringt.
Ich kann nur hoffen, dass Amy Cameron noch viele Romane in dieser Art veröffentlichen wird.

Taschenbuch: 480 Seiten

Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (Februar.2011)

ISBN Nummer: 978-3492259422

Vielen Dank an den Piper Verlag und vorablesen.de, dass ich mit Lili in die Highlands reisen durfte.

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„Der gefrorene Rabbi“ spielt immer abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit.

Die Gegenwart befasst sich mit dem jungen Bernie Karp – ein gelangweilter, übergewichtiger pubertierender Teenager ohne Freunde – bis er eines Tages in der Gefriertruhe seiner Eltern einen eingefrorenen Rabbi findet, welcher nach einem Stromausfall zum Leben erwacht.
Bernie macht es sich zur Aufgabe, den alten „Rebbe“ in die neue Welt einzuführen, indem er mit ihm Talkshows sieht und alles über seine Zeit vor dem Eis erfahren möchte.
Der Rabbi – inzwischen voller Desinteresse für den anhänglichen Bernie – blüht ganz in seinem zweiten Leben auf und eröffnet das Haus der Erleuchtung, was aber mehr das Ziel des Geld Eintreibens statt Erlösen armer Seelen verfolgt.

Die Kapitel aus der Vergangenheit handeln von der Familie Karp, die sich seit der „Konservierung“ des Rabbis (1890) es zur Aufgabe gemacht hat, den Rabbi bis zu seinem Auftauen zu schützen.

Ein Satz aus dem Klappentext hatte mich unter anderem dazu bewogen, das gesamte Buch gerne zu lesen: „Doch der Rabbi macht nichts als Ärger.“, doch im Nachhinein muss ich leider sagen, dass dieser Ärger sich doch sehr in Grenzen hält, da der Rabbi die meiste Zeit eingefroren ist und auch sonst er eher passiv ist, da er sich sein eigenes Leben in dem Haus der Erleuchtung aufbaut und getrennt von der Familie Karp lebt.

Durch die rund 500 Seiten musste ich mich teilweise ganz schön durchquälen, vor allem manche Passagen, die um 1900 gespielt haben waren sehr langatmig und meiner Meinung nach streckenweise unnötig und langweilig.
Das größte Problem hatte ich aber mit den jüdischen Begriffen, die den Lesefluss stocken ließen und teilweise übermächtig waren.
Ich möchte natürlich nicht nur meckern, denn die Idee des Romans finde ich immer noch sehr amüsant! Gut finde ich auch die Vielfalt der Charaktere und manche unvorhersehbare Wendungen.

Das Ende hat mich zwar sehr überrascht, war aber für meinen Geschmack nicht passend.

Steve Stern wurde mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet, was sicher auch gerechtfertigt ist, aber das Buch kann ich nur Leuten empfehlen, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Büchern sind und sich nicht einfach nur „berieseln“ lassen möchten.

Abschließend kann ich sagen, dass ich dieses Buch wohl nicht noch einmal lesen werde, aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich zu hohe oder falsche Erwartungen hatte.
Ich hätte mir eher etwas philosophisches erhofft, von dem einsamen Jungen, der mit Hilfe des weisen Rabbis in neue Sphären aufsteigt, aber irgendwie entwickelte es sich mehr in einen Egotrip seitens des Rabbis und unnötigen Beschreibungen von dem Liebesleben des jungen Bernie.

Mein Geschmack war es leider nicht..

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten

Verlag: Karl Blessing Verlag (10.Januar.2011)

ISBN Nummer: 978-3896674364

Ich möchte mich bei dem Karl Blessing Verlag und vorablesen.de für das Rezensionsexemplar bedanken.

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